Mehr Komplimente für emotionale Win-Win-Situationen

„Loben“ kommt gut – vorausgesetzt es ist mit dem Prädikat „ehrlich gemeint“ verbunden. Persönlich rede ich gerne von „Komplimenten“, weil sie aus meiner Sicht etwas konkreter sind als „Lob“. Je konkreter, desto klarer, desto weniger kann geheuchelt werden, desto ehrlicher kommt es an. Und wenn es ankommt, trifft es das Herz. Machen Sie also ruhig öfter einmal Komplimente – insbesondere dann, wenn es niemand vermutet!

Humor kann helfen – muss aber nicht!

Wie so oft, war ich wieder einmal unterwegs. Im Hotel angekommen, melde ich mich am Empfang, werde freundlich begrüßt, die Dame drückt mir den Schlüssel in die Hand, erklärt die Frühstückszeiten und wünscht mir einen angenehmen Aufenthalt. Dazu gibt’s die Gästekarte, den WiFi-Code und die Öffnungszeiten des kleinen, aber feinen Wellness-Bereichs. Und dann kommt da noch ein Zettel mit dem aktuellen Tageswitz: „Nachricht an den Typen, der mir meine Daunenjacke gestohlen hat: Du kannst dich warm anziehen!”

Hannes managt*: Das Karnevals-Projekt

Mit seinen rund fünf Lebensjahrzehnten ist Hannes eindeutig der älteren Hälfte der Geschäftsleitung zuzuordnen. Erst im letzten Jahr stießen neue Führungskräfte in die oberste Etage vor und Hannes ist glücklich darüber, dass er zumindest seinen angestammten Platz als Leiter der Produktion behalten darf. Der CEO, der Finanzchef und der Leiter Forschung & Entwicklung sind jünger, exakt 14 Jahre und zwar alle. Es ist garantiert reiner Zufall, dass alle drei denselben Jahrgang 1980 haben, an derselben Universität studiert haben und im gleichen Serviceclub sind. Man hört immer wieder, dass die Zeit von Seilschaften vorbei ist. Hier spielt ganz offensichtlich das Schicksal mit, dass sich drei ‚verlorene’ Kollegen wiedergefunden haben. Hannes glaubt das zwar nicht, aber so wird es von der Geschäftsleitung nun mal kommuniziert.