Früher war alles viel …

… ja wie war es früher eigentlich in der Berufswelt? War wirklich alles besser? Wie es uns rückblickend dank unseres positiven Filters oft vorkommt. Wenn auch nicht alles schöner war, so war Vieles doch um einiges einfacher. Diskussionslos stand fest, dass ein Schreiner das Holz richtig zuschneiden muss, mit welch geschickten Händen ein Feinmechaniker die Uhrwerke zusammensetzen sollte und dass ein Lehrer eine klare Linie bei der Erziehung seiner Schützlinge zu demonstrieren hatte.

Und ein Chef (…Chefinnen gab es damals noch kaum…) musste sich durchsetzen können. Eindruck machte dabei nicht nur seine persönliche Leidenschaft (das Unternehmen war sein Leben), mit der er andere begeistern konnte, sondern manchmal durchaus auch ein militärisch angehauchtes Vokabular.

Die Zeiten sollten sich ändern und es kam eine Phase des unermüdlichen Verständnisses für alle und alles. Basisdemokratische Züge prägten das Verhältnis zwischen Vorgesetztem und Mitarbeitern.

Die ganze Welt ist eine Bühne

Bei ihrer Rollenfindung können Chefs viel von Schauspielern lernen. Und zwar echt und authentisch. Gute Schauspieler spielen nicht, sie leben. Parallel darf es auch in der Führung nie darum gehen, nur etwas vorzuspielen.

Mit der jeweiligen Rollenidentifikation wird die Nähe zum Theaterschaffen offensichtlich. „Die ganze Welt ist eine Bühne, man tritt auf, man tritt ab“, schrieb Shakespeare.

Noch etwas konkreter wird dies in Anlehnung an die Geschichte von Ignaz Wrobel aus „Die Weltbühne“:
„Als Gatte drücke ich einen Kuss auf die Stirn der Gattin,
habe als Fahrgast eine Auseinandersetzung in der S-Bahn,
als Teamleiter am Arbeitsplatz betrete ich das Büro,
als Gast des Restaurants in der Mittagspause freue ich mich auf das Tagesmenü“.

Schlüssel zu einer neuen Führungskultur

Wenn nun die ganze Welt eine Bühne ist, wir von Rollenverständnis reden, liegt es auf der Hand, die Parallelen der Kunst des Vorgesetztseins zur Schauspielkunst aufzuzeigen.

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